Trailrunning im Herbst: Worauf du jetzt achten solltest
- Marco Thali
- 24. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Für mich persönlich ist der Herbst eine der schönsten Jahreszeiten für Trailrunning. Die Luft ist klar, das Laub verfärbt sich, und in der Zentralschweiz zeigen sich die Berge oft in einem Licht, das man im Sommer so nicht bekommt. Gleichzeitig bringt der Herbst ein paar Veränderungen mit sich, die den Unterschied zwischen einem entspannten und einem unangenehmen Lauf ausmachen können.
Die Tage werden kürzer
Was im August noch selbstverständlich war – eine Feierabendrunde im Hellen – wird im Oktober schon zur Planungsfrage. Wer seine gewohnten Zeiten beibehält, läuft schnell in die Dämmerung oder Dunkelheit. Eine Stirnlampe im Rucksack ist deshalb ab jetzt Pflichtausrüstung, auch für Runden, die “eigentlich” kurz sein sollten. Ein Blick auf die Sonnenuntergangszeit vor dem Start lohnt sich.
Nasses Laub und rutschiger Untergrund
Herabgefallenes Laub sieht schön aus, verdeckt aber oft Wurzeln, Steine und Unebenheiten – und wird bei Nässe schnell rutschig. Besonders auf Downhills oder in schattigen, feuchten Waldabschnitten lohnt es sich, das Tempo bewusst zu drosseln und die Schritte kontrollierter zu setzen. Schuhe mit gutem Grip machen hier einen spürbaren Unterschied.
Temperaturschwankungen einplanen
Der Herbst ist launisch: kalter, nebliger Start am Morgen, aber mittags kann es beim Aufstieg schnell warm werden. Das Zwiebelprinzip hat sich bewährt – mehrere dünne Schichten lassen sich flexibel an- und ausziehen. Eine leichte, winddichte Jacke im Rucksack ist auf höher gelegenen Trails auch bei “gutem” Wetter sinnvoll, da sich die Bedingungen auf dem Grat schnell ändern können.
Sichtbarkeit nicht unterschätzen
Mit Nebel und früher Dämmerung sinkt auch die Sichtbarkeit – für einen selbst und für andere. Helle oder reflektierende Kleidung ist im Herbst kein overkill, sondern sinnvoll, besonders auf Wegen, die auch von Bikern oder Autos genutzt werden.
Regeneration ernst nehmen
Mit dem Trainingsherbst vieler Läufer:innen – nach der Sommerpause oder vor der Wintervorbereitung – steigt oft auch das Pensum wieder. Wer nach einer ruhigeren Sommerzeit zu schnell wieder Vollgas gibt, riskiert Überlastungen. Ein individueller Blick auf Belastung und Erholung lohnt sich gerade jetzt, um die Saison verletzungsfrei durchzuziehen.
Der Herbst als Chance
Statt den Herbst nur als “Übergang” zum Winter zu sehen, lohnt es sich, ihn als eigene kleine Saison zu geniessen. Weniger Hitze als im Sommer, noch kein Schnee wie im Winter – dafür oft die klarste Sicht und ruhigsten Trails des ganzen Jahres.
Willst du deine Herbstsaison mit einem Training angehen, das sich an dich und die Jahreszeit anpasst? Melde dich – gemeinsam schauen wir, wie deine nächsten Wochen aussehen können.


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